Aktuelles
Weltmeisterschaft in Wien – VG 81 gut dabei
Domenic Weil wird mit der Mannschaft Dritter
Vosseler schnuppert zeitweise ganz vorne mit
22.08.2026 – Eine Weltmeisterschaft – immer ein Erlebnis – folgend berichte ich (Albert Vosseler) aus VG 81-Sicht und auch mit meinen persönlichen Eindrücken, fast ein Reisebericht, der euch auch die WM schmackhaft machen will – die nächste vom 09.-18.10.2027 in Kalabrien. Eine Reise wert.
Zunächst, was ist WM?
Die WM wird jährlich abwechselnd mit der EM von der ISPA durchgeführt. Teilnehmen darf jeder, der es sich leisten will und es sich zutraut. Was kostet es: 250 € Orga + 150 € Startgeld + Hotelkosten + eigener Bedarf. Die Orga-Kosten sollen die Veranstaltungskosten decken: Es gibt 3 Schiedsrichter und etliche Turnierleiter ff, die so ein großes Turnier (570 Teilnehmer) nun mal braucht. Mit dabei die Kosten des Gala-Abends…..und die vielen Pokale. Kostendeckend!? Na ja!? Organisiert war es jedenfalls gut und geklappt hat alles. Ich war zufrieden. Die Startgelder wurden nachweislich komplett als Preisgeld ausgeschüttet. Zutrauen kann es sich jeder einigermaßen gute Spieler, aber man muss wissen: „Die Trauben hängen hoch!“ Siehe Ergebnisse.
Die VG 81-Truppe
Mit viel Zuversicht und Selbstvertrauen fuhren wir – Frank Reinhart vom Club Contra-Re Tegernseer Tal e.V. und ich, Albert Vosseler von der Geselligen Runde Bad Tölz mit dem Auto nach Wien, checkten in unseren Hotels ein und dann sofort ins Spielhotel, das elegante Austria Trend Hotel Savoyen. Dort trafen wir unsere Freunde aus der VG 81: Domenic Weil vom Alten Peter München und Peggy Papsdorf vom Skatclub Unterallgäu. Vier VG 81er schickten sich an, die WM zu rocken – naja, eigentlich um bestmöglich mitzuhalten und dabei zu sein. Es gelang unterschiedlich.
Der (mein) Tagesablauf
Mein Hotel war fußläufig sechs Minuten vom Spielhotel, vier Minuten vom Frühstückscafe entfernt. Dort trafen Frank und ich und manch weitere Spieler uns täglich gegen 9 Uhr zum Frühstück: „Wiener, klein“ und eine Melange und pünktlich um 10 Uhr begann die erste Serie und 570 Spieler*innen hasteten an ihre Tische. Eine Stunde Pause, die ich meist im Botanischen Garten, gleich hinterm Hotel, verbrachte, dann um 13 Uhr und 15:30 Uhr die nächsten Serien. Erschöpft vom Spiel, der Spannung und der Hitze (nicht im Spielsaal – dort gut gekühlt) waren sodann ein bis zwei Stunden Erholung angesagt und schon gings wieder los: Eine knappe halbe Stunde Fußmarsch bis zum „Ring“, dort beginnt die Innenstadt, ein bisschen Bummeln und dann ein nettes kleines Lokal zum Abendessen gesucht. „Eierschwammerl“ war mein absolutes Highlight und das im feinen Hotel Imperial. Nur zu empfehlen! Todmüde zurück – aber jetzt mit Taxi – und Erholung für den nächsten Tag.
An freien Tagen, Dienstag und Samstag waren spielfrei, war Kultur angesagt: Belvedere, Kunsthistorisches Museum und die Albertina waren die Höhepunkte und ich verbrachte den ganzen Tag dort- und natürlich auch die Kaffeehäuser, siehe auch die Fotostrecke unten.
Unsere Perfomance
Jetzt aber wollt ihr wissen, wie es uns VG 81-ern ergangen ist. Von Domenic und Peggy kann ich leider nur das Endergebnis berichten: Domenic fuhr den 282. Platz mit 13.804 Punkten (Ø 920 Punkte/Serie) ein und Peggy musste sich mit Platz 513 und 10.634 Punkten begnügen.
Wie ging es nun WM-Neuling Frank Reinhart? Ihn traf es knüppeldick: Mit Maik Neumann (wurde 30.) und Bernd Zink (wurde 50.) hatte er in Serie eins und zwei gleich zwei ehemalige Weltmeister am Tisch. Auch in den folgenden Serien wurde es für ihn nicht leichter: Mit Erwin Kröhle (wurde 62.) und Candy Richter (wurde 491!!) wurden ihm weitere absolute Spitzenspieler vorgesetzt und so fand er sich – etwas ernüchtert – im hinteren Teil der Tabelle wieder. Zuletzt kämpfte er sich dann zu einem durchaus annehmbaren 345. Platz und 13.176 Punkte (Ø 878 Punkte/Serie) hoch.
Womöglich waren meine Gegenspieler einfacher – mir glückte Vieles und so war ich nach Serie 4 auf einem viel beachteten 14. Platz im Gesamtklassement (das wäre Endrunde!), zugleich dem fünftem Platz bei den Senioren – unglaublich! (Zu diesem Zeitpunkt ein Punkteschnitt von 1295 Punkten/Serie!) Die Realität holte mich ein: Die nächsten Serien waren mit 874 und 841 Punkte erträglich, aber ich sackte auf Platz 48 ab. Der dritte Spieltag begann super und mit 1457 Punkten war ich wieder auf Platz 20. Die nächsten vier Serien waren alle über 1000 und nach der 11. Serie lag ich noch auf Platz 25. Jetzt kam der Einbruch: 415 / 418 / 613 in den nächsten Serien und ich sackte auf Platz 153 ab – ich musste um mein Preisgeld Angst haben. Hochkonzentriert gelangen in der Schlussserie noch 1064 Punkte und mit Platz 139 war ich letztlich hochzufrieden und deutlich in den Preisen.
Die Jugend
Ganz große Freude bereitete mir, dass ich dort zwei, mir wohl bekannte Jugendliche traf: Joey Dörflinger und Peter Richter vom Jugendclub VG Leipzig. Diese Beiden kennen wir Tölzer von der DSJM 2025 in Altenburg und 2026 in Kassel. Unsere Tölzer Jugendlichen, Jason und Cedric, spielten dort durchaus gleichwertig mit den Beiden. WM-reif!? Klares „Ja“: Joey kam auf Platz 344 und wurde Junioren-Weltmeister. Peter war auf Platz 491 immer noch vor vielen Etablierten. Und wer finanzierte deren Reise: Eltern, Schule (!!), Verein und Verband.
Weltmeister Joey Dörflinger (links) und Vize Peter Richter – allein auf großer Bühne!
Mannschaftsweltmeister
Auch die Mannschaften (12 Spieler*innen) spielten ihren Weltmeister in der Nationenwertung über vier Serien aus. Und hier kam der große Auftritt von Domenic Weil. Neben den diversen Ländermannschaften wurde auch eine SG International gebildet aus Spieler*innen, die sich dafür meldeten. Domenic war dabei und erspielte mit seiner Mannschaft den 3. Platz. Somit war Domenic und dadurch auch die VG 81 auf dem „Stockerl“. Damit nicht genug, Domenic spielte glänzende vier Serien und war mit 4193 Punkten Drittbester seiner Mannschaft. Bravo! Weltmeister wurde Deutschland vor Polen und der SG International. Österreich, French Connection, Belgien, France, Kanada und USA folgten auf den Plätzen.
Der große Preis von Wien
Am Tag der Nationenwertung spielten die Nicht-Nationalspieler*innen in drei Serien um den Großen Preis von Wien – aus VG 81 -Sicht wenig Erwähnenswertes: Reinhart 96., Vosseler 120., Papsdorf 157. Domenic Weil hatte auch hier seinen großen Auftritt: Nach Eingliederung der Nationalmannschaften erreichte er den beachtlichen 13. Platz und ordentliches Preisgeld.
Im Wiener Skatclub
Am spielfreien Freitag-Abend lud der rührige Wiener Skatclub mit seinem unermüdlichen -auch hierzulande gut bekannten – Björn Forgber zu einem 2-Serienturnier. Ca. 35 Spieler*innen folgten seinem Ruf, mit dabei Frank Reinhart, Albert Vosseler und die zwei Leipziger Jugendlichen. Hat sich gelohnt. Frank als Sieger, Albert als Vierter und Joey als Fünfter räumten gehörig ab. Nebenbei machte es auch viel Spaß, die Wiener Skatfreunde kennenzulernen. Der Tegernseer Club fährt demnächst dorthin.
Der Gala-Abend und Siegerehrung
Bleibt noch der Gala-Abend, der regelmäßig die WM abschließt und zugleich die Siegerehrung beinhaltet. Wie immer, gab es ein Buffet (für ca. 700 TN, Spieler und Gäste!), man saß an großen 10er Tischen und lernte alte und neue Freunde kennen. Für mich eine besondere Freude, mit Carola und Holger, die ich seit der EM 2009 in Graz kenne am Tisch zu sitzen. Viel small talk und Fachsimpelei, dann die Siegerehrung.
Weltmeister wurde Frank-Peter Klix, vor zwei (jungen!) Polen, dann Dirk Paßmann und Martin Däuber. Mit Tim Heinemann, Laurin Kolbenschlag und Gidius Noah drei weitere junge Spieler (ca. 26) unter den besten 16. Die Jugend machts! Insbesondere natürlich die 2 Leipziger Jungs: Joey Dörflinger und Peter Richter als Junioren Weltmeister und Vize! (Vor drei Monaten haben unser Tölzer und Tegernseer Jungs noch mit ihnen gespielt!) Da auch noch Tandem, Mixed und 6er-Mannschaften geehrt wurden, war die Stimmung riesig und das Gedränge auf der Bühne und Tanzfläche groß. Eine schöne WM ging zu Ende.
Mit folgender Bilderserie (drauf klicken zum Vergrößern) gebe ich euch einen kleinen Eindruck von dem Erlebten.
Spielbetrieb, Personen
Sightseeing und Kaffehäuser und Wiener Impressionen
Pokale / Preise
Kunst: Kunsthistorisches Museum, Albertina
Die Sieger







































